Wer lange aufgrund von einer Krankheit nicht arbeiten kann und keine größeren Rücklagen vorhanden sind, der ist schnell in einer finanziellen Notlage. Außer, er hat vorgesorgt. Schwere gesundheitliche Probleme, die es erfordern, dass man seinen Beruf aufgeben muss, ziehen oft finanzielle Einbußen mit sich. Hier kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung den Versicherten vor dem finanziellen Ruin schützen. Sie springt in dem Fall ein, wenn der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf für längere Zeit nicht mehr ausüben kann. Wie es zu den gesundheitlichen Einschränkungen letzten Endes kam, ist nicht ausschlaggebend. Das kann Krankheit oder Unfall sein. Allerdings ist der Grad der Berufsunfähigkeit von Bedeutung.

Monatliche Rente bei Berufsunfähigkeit

Im Versicherungsvertrag werden in der Regel drei Punkte festgelegt. Die berufliche Tätigkeit, bei welchen Berufsunfähigkeitsgrad die Rente ausbezahlt wird und wie hoch die monatlichen Beiträge der BU-Versicherung. Der Beruf, der bei Vertragsabschluss ausgeübt wurde, ist auch vertraglich abgesichert, außer es wurde eine individuelle Klausel festgelegt. Bei Berufsunfähigkeit wird dann die vereinbarte monatliche Rente ausgezahlt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sehr sinnvoll. Und es gibt zwei wichtige Gründe, die das untermauern. Anders als bei der gesetzlichen Erwerbsminderungs-Rente zahlt die Versicherung auch dann, wenn der ausgeübte Beruf nicht mehr ausgeführt werden kann. Hier geht es nicht um die Arbeitsfähigkeit im Allgemeinen. Das heißt, dass die BU-Versicherung sehr viel komfortabler ist als die vom Gesetzgeber.

Absicherung vom finanziellen Status

Wenn beispielsweise ein Arzt aufgrund eines Unfalls nicht mehr mit der Hand operieren kann, ist dann in der Regel berufsunfähig. Aber nicht arbeitsunfähig. In diesem Fall tritt dann die BU-Versicherung in Kraft und zahlt eine monatliche Rente aus. Nicht so die staatliche Erwerbsminderungsrente. Diese fordert, dass irgendein anderer Beruf, der auf dem Arbeitsmarkt angeboten wird, ausgeübt wird. Eine BU-Versicherung erhält den finanziellen Status des erkrankten Arbeitnehmers. Das Einkommen des Berufstätigen ist normalerweise auch seine Haupteinnahmequelle. Fällt diese aus gesundheitlichen Gründen weg, dann kann es schnell zu einer finanziellen Misere kommen. Jetzt kommt die BU-Versicherung zum Zug. Sie sichert in diesem Fall den gewohnten Lebensstandard ab.

Stichtag 1. Januar 1961

Alle, die nach diesem Stichtag geboren wurden, erhalten im Fall von Berufsunfähigkeit lediglich eine Erwerbsminderungsrente, die gestaffelt ist. In der Regel ist das ungefähr ein Drittel des letzten Bruttoeinkommens. Unter der Voraussetzung, dass der Pflichtversicherte keine drei Stunden am Tag arbeiten kann. Jetzt ist ersichtlich, warum eine private Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar ist. Grundsätzlich ist der Abschluss einer BU-Versicherung für jeden Berufstätigen sinnvoll. Denn wer seine Arbeitskraft verloren hat, kann schnell in den finanziellen Ruin geraten. Der Beruf ist hierbei nebensächlich. Ob Handwerker oder Bürokauffrau – jeder sollte diesen Versicherungsschutz in Anspruch nehmen.