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50 Jahre Makrolon®

Multi-Talent: Vom Bahnhofsdach bis zur Injektionsspritze

Einige Anwendungsbeispiele: 1985 wurde das Dach des Kölner Hauptbahnhofs mit Makrolon®-Platten neu eingedeckt und ersetzte das alte Glasdach auf einer Fläche von 13.500 Quadratmetern.

Multi-Talent: Vom Bahnhofsdach bis zur Injektionsspritze
Bei der Energiegewinnung aus Sonnenlicht bietet Makrolon® einen einzigartigen Vorteil: Solarmodule können in den Bayer-Kunststoff eingearbeitet und somit integraler Bestandteil von Bedachungen werden. Aufgrund seiner hohen Transparenz, vor allem aber wegen der großen Flexibilität und Formbarkeit, ermöglicht Makrolon® die freie Wahl von Form und Farbe des Dachs, das gleichzeitig eine umweltfreundliche Energieversorgung gewährleistet.
Die Einsatzmöglichkeiten für dieses integrale System reichen von Energie liefernden Bedachungen bei Industrieanlagen über Anwendungen im Wohnbereich bis hin zur Stromversorgung von Schiffen.

In der Medizintechnik ist Makrolon® seit über 40 Jahren in vielen Anwendungsmöglichkeiten Kunststoff der Wahl. Hier spielt neben den bekannten thermischen und mechanischen Vorteilen vor allem eine Eigenschaft des Bayer-Werkstoffs eine wichtige Rolle - die so genannte Biokompatibilität: Speziell für die Medizin-Technik entwickelte Makrolon®-Typen haben ihre Verträglichkeit bei umfangreichen Tests bewiesen und eignen sich deshalb unter anderem zur Herstellung von Blutfiltern, Zahnkronen-Provisorien oder Blutprobengefäßen. Auch bei einer neuartigen nadellosen Injektionstechnik, die herkömmliche Spritzen ersetzt, und einem nadelfreien Infusionssystem kommt Makrolon® zum Einsatz.

Eine zukunftsweisende Anwendung ging Mitte 1982 in Serie: die CD made of Makrolon®. Mehrere Jahre Forschungsarbeit bei Bayer, bei Philips und bei Sony waren diesem Ereignis vorausgegangen. Ein völlig neuartiges opto-elektronisches Speicherverfahren und ein modernes Lasersystem, das die digitalen Speicherdaten berührungsfrei abtastet, mussten entwickelt werden.
Ebenso entscheidend war aber auch die Werkstoffentwicklung des Trägermaterials für den revolutionären Datenträger. Hier leisteten Bayer-Wissenschaftler Pionierarbeit - und erkannten gemeinsam mit den Fachleuten der Plattenfirma PolyGram, dass Makrolon® den hohen Materialanforderungen des neuartigen Tonträgers in geradezu idealer Weise entsprach. Die CD-Pioniere bewiesen Weitblick, denn bis 2001 wurden weltweit über 100 Milliarden CDs hergestellt - ein Drittel davon aus dem Bayer-Polycarbonat.

Wie vor rund 20 Jahren ist Bayer auch heute bei der Weiterentwicklung der optischen Datenspeicher führend. Das nächste Entwicklungsziel heißt Blu-ray Disc.
Sie zeichnet sich durch noch kleinere Pit-Strukturen aus. So lassen sich rund 25 Gigabyte abspeichern, die 40-fache Kapazität einer herkömmlichen CD. Im Jahr 2004 soll die Blu-ray Disc serienreif sein.

Damit nicht genug: Bei der Herstellung von Sportbrillen, Fahrradhelmen, Korrekturlinsen, Handy-Gehäusen, Autoscheinwerfern, Mehrwegflaschen oder Haushaltsgeräten aller Art ist Makrolon® einer der weltweit erfolgreichsten Kunststoffe.

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